Promotions, Varianten, Wahrscheinlichkeiten, Verfügbarkeiten und Auswertungen verwalten.
Das Modul simplebis-promotions ermöglicht Promotion-Aktionen, die im simplebis-tool von Mitarbeitern ausgelöst werden können. Der aktuell implementierte Promotion-Typ ist QR-Code Scan internal. Dabei scannt ein Mitarbeiter im simplebis-tool einen QR-Code und simplebis erzeugt eine sogenannte Invocation. Je nach Konfiguration wird dabei eine Promotion-Variante automatisch durch den Server ausgewählt oder vom Promoter manuell gewählt.
Typische Einsatzfälle sind Gewinnspiele, Aktionscodes, Glücksrad-Aktionen, Messe- oder Vor-Ort-Promotions und Kampagnen, bei denen pro Scan ein Ergebnis, Gewinn oder Erfolgsscreen angezeigt werden soll.
Promotions werden im simplebis-manager über den Menüpunkt Promotions verwaltet. Der Menüpunkt ist sichtbar, wenn das Promotions-Modul in der Umgebung aktiv ist. Die Liste zeigt die vorhandenen Promotions; über Promotion anlegen wird eine neue Promotion erstellt. Ein Klick auf eine Promotion öffnet die Detailansicht.
In der Detailansicht werden allgemeine Daten, QR-Code-Konfiguration, Mitarbeiterfreigaben, Varianten, Statistiken und der PDF-Export angezeigt. Über Bearbeiten wird die Promotion-Konfiguration geöffnet. In der Bearbeitung kann eine Promotion außerdem zurückgesetzt werden. Beim Zurücksetzen werden alle bisherigen Invocations dieser Promotion gelöscht.
Das Modul bringt eigene Berechtigungen mit: Promotions-Modul verwenden, Erstellen von Promotions erlauben, Bearbeiten von Promotions erlauben und Löschen von Promotions erlauben. Diese Rechte werden wie andere Modulrechte über Benutzergruppen gepflegt.
Für die operative Nutzung im simplebis-tool ist zusätzlich wichtig, dass der jeweilige Mitarbeiter simplebis-tool verwenden darf und für die Promotion freigegeben ist. Eine Promotion kann für alle Mitarbeiter oder nur für ausgewählte Mitarbeiter freigegeben werden.
Beim Anlegen einer Promotion werden zuerst Kunde, Name beziehungsweise Bezeichnung, Promotion-Typ und Aktiv-Status gepflegt. Der Kunde ordnet die Promotion fachlich einem Kunden zu und erscheint auch in Auswertungen und PDF-Reports.
Der Promotion-Typ ist aktuell QR-Code Scan internal. Dieser Typ ist für interne QR-Code-Scans durch Mitarbeiter im simplebis-tool vorgesehen. Nur aktive Promotions werden vom simplebis-tool gefunden und verwendet.
Für QR-Code Scan internal wird festgelegt, wie der QR-Code erkannt wird. Wenn QR-Code Wert pro Variante deaktiviert ist, besitzt die Promotion einen gemeinsamen QR-Code-Wert. Dieser Wert wird im Feld QR-Code Wert gepflegt. Beim Scan sucht simplebis eine aktive Promotion, deren gemeinsamer QR-Code-Wert zum gescannten Code passt.
Wenn QR-Code Wert pro Variante aktiviert ist, besitzt jede Variante einen eigenen QR-Code-Wert. In diesem Modus wird beim Scan nicht nur die Promotion, sondern auch die passende Variante anhand des gescannten QR-Code-Werts eingegrenzt. Das ist sinnvoll, wenn unterschiedliche Codes direkt unterschiedliche Variantenbereiche oder Gewinne repräsentieren sollen.
In der Detailansicht kann der QR-Code-Wert als QR-Code geöffnet werden. Bei QR-Codes pro Variante wird der QR-Code-Wert direkt an der jeweiligen Variante angezeigt, sofern Varianten nicht für das Reporting nach Namen zusammengefasst werden.
Über Für alle Mitarbeiter freigegeben wird gesteuert, ob jeder Mitarbeiter mit Zugriff auf das simplebis-tool die Promotion nutzen darf. Ist diese Option aktiv, ist keine zusätzliche Mitarbeiterauswahl nötig.
Wenn die Option deaktiviert ist, werden im Feld Für Mitarbeiter freigegeben die erlaubten Mitarbeiter ausgewählt. Das simplebis-tool erhält nur Promotions, für die der eingeloggte Mitarbeiter freigegeben ist. Auch beim Auslösen einer Invocation prüft simplebis diese Freigabe serverseitig.
Varianten sind die möglichen Ergebnisse einer Promotion. Jede Variante kann einen Namen, eine Success-Komponente, optional einen eigenen QR-Code-Wert, eine Wahrscheinlichkeit, ein Maximum, Verfügbarkeitszeiten und Glücksrad-Darstellung besitzen.
Der Name ist die sichtbare Bezeichnung der Variante und wird auch in der Detailansicht und im Reporting verwendet. Die Success-Komponente ist eine simplebis-builder Komponente, die nach erfolgreicher Invocation im simplebis-tool angezeigt werden kann. Dadurch kann jeder Gewinn oder jedes Ergebnis eine eigene Darstellung erhalten.
Beim Speichern erzeugt simplebis für jede Variante automatisch eine eindeutige Varianten-ID, falls noch keine vorhanden ist. Diese ID wird für Invocations und Auswertungen verwendet.
Wenn Variante manuell auswählen deaktiviert ist, wählt der Server eine verfügbare Variante automatisch aus. Dafür verwendet simplebis die Felder Wahrscheinlichkeit (%) der Varianten als Gewichtung. Die Werte müssen nicht zwingend exakt 100 ergeben; sie werden als relative Gewichte interpretiert.
Beispiel: Variante A hat 70, Variante B hat 20, Variante C hat 10. Dann ist A im Verhältnis deutlich wahrscheinlicher als B und C. Hat mindestens eine Variante eine positive Wahrscheinlichkeit, wird nach diesen Gewichten gelost. Wenn keine positive Wahrscheinlichkeit vorhanden ist, wählt simplebis zufällig aus den verfügbaren Varianten.
Das Feld Wahrscheinlichkeit (%) wird ausgeblendet, wenn die Promotion auf manuelle Variantenauswahl gestellt ist, weil dann nicht der Server nach Wahrscheinlichkeiten entscheidet, sondern der Promoter eine Variante auswählt.
Mit Maximal kann pro Variante begrenzt werden, wie oft diese Variante insgesamt ausgelöst werden darf. simplebis zählt dafür die vorhandenen Invocations dieser Promotion und Variante. Ist das Maximum erreicht, wird die Variante bei zukünftigen Auswahlen nicht mehr angeboten beziehungsweise nicht mehr automatisch gezogen.
Mit Verfügbar von und Verfügbar bis kann pro Variante ein Zeitfenster gesetzt werden. Vor dem Startzeitpunkt oder nach dem Endzeitpunkt gilt die Variante als nicht verfügbar. Varianten ohne Datumsgrenzen sind grundsätzlich zeitlich verfügbar.
Vor jeder Auswahl filtert simplebis die Varianten nach Zeitfenster und Maximalwert. Dadurch können Gewinne zeitlich gestaffelt, nach Kontingent begrenzt oder nur für bestimmte Aktionsphasen freigegeben werden.
Die Option Variante manuell auswählen bestimmt, ob der Promoter die Variante selbst auswählt oder ob der Server entscheidet.
Ist die manuelle Auswahl aktiv, liefert simplebis nach dem QR-Code-Scan die aktuell verfügbaren Varianten zurück. Das simplebis-tool zeigt diese Auswahl an, und der Promoter wählt eine Variante. Beim endgültigen Auslösen sendet das Tool die gewählte Varianten-ID zurück. simplebis prüft erneut, ob diese Variante noch verfügbar ist.
Ist die manuelle Auswahl deaktiviert, erstellt simplebis direkt eine Invocation und wählt die Variante serverseitig anhand der Wahrscheinlichkeiten und der Verfügbarkeit.
Wichtig: Beim Template Glücksrad wird serverseitige Variantenauswahl verwendet. Auch wenn manuelle Auswahl konfiguriert wäre, erzwingt das Glücksrad den servergesteuerten Ablauf, damit das Rad ein Ergebnis animiert, das vom Server kontrolliert wird.
Im Bereich simplebis-tool Darstellung wird konfiguriert, wie Promotion, Scan und Ergebnis im simplebis-tool erscheinen. Das Feld simplebis-tool Hinweis kann einen Hinweistext für Mitarbeiter enthalten.
Mit simplebis Tool Scan-Screen bearbeiten kann der Scan-Screen angepasst werden. Möglich sind Fullscreen-Scan, Titel ausblenden, Logo und Akzentfarbe. Mit simplebis Tool Action-Screen bearbeiten kann der Promo- beziehungsweise Varianten-Screen angepasst werden. Auch dort gibt es Fullscreen, Titel ausblenden, Logo und Akzentfarbe.
Zusätzlich können Konfetti, Konfetti-Geschwindigkeit, Konfetti-Farbe, eigene TTF-Schriftarten für den Success-Screen und Sound konfiguriert werden. Beim Sound gibt es Optionen für Abspielen beim QR-Scan, Start erst beim Drehen des Glücksrads, Weiterspielen auf dem Success-Screen und Loop.
Als Darstellung im simplebis-tool steht das Template Glücksrad zur Verfügung. Dabei werden die Varianten als Segmente eines Glücksrads dargestellt. Die Farben und Texte der Segmente können pro Variante gepflegt werden: Farbe im Glücksrad, Textfarbe im Glücksrad, Schriftart im Glücksrad und Schriftgröße im Glücksrad.
Zusätzlich gibt es globale Glücksrad-Einstellungen: maximale Breite, Neigungswinkel, Zoom, Drehdauer, Drehgeschwindigkeit, Zeigerfarbe, Zeigerposition, Rahmenfarbe, Rahmenbreite, innere Rahmenfarbe, innere Rahmenbreite und optional ein oberer Gradient mit Höhe und Abstand.
Das Glücksrad ist besonders für Gewinnspiel- oder Aktionssituationen geeignet. Die visuelle Drehung ist die Darstellung des Ergebnisses; die eigentliche Auswahl wird serverseitig anhand der verfügbaren Varianten, Limits und Wahrscheinlichkeiten gesteuert.
Eine Invocation ist ein ausgelöster Promotion-Vorgang. Beim Erstellen speichert simplebis Umgebung, Promotion, gewählte Variante, Mitarbeiter, Benutzer, Promotion-Typ, QR-Code und Kunde. Diese Daten bilden die Grundlage für Manager-Statistiken und PDF-Reports.
Invocations entstehen entweder direkt beim QR-Code-Scan, wenn der Server die Variante auswählt, oder nach der manuellen Varianten-Auswahl, wenn das simplebis-tool die gewählte Variante bestätigt. Bei jedem endgültigen Auslösen werden Verfügbarkeit und Maximalwerte erneut berücksichtigt.
Die Detailansicht einer Promotion zeigt Statistiken zur Nutzung. Angezeigt werden Invocations gesamt und Letzte Invocation. Unter Varianten (QR) wird jede Variante mit Anzahl der Invocations und prozentualem Anteil dargestellt. Zusätzlich werden je Variante Wahrscheinlichkeit, Maximum sowie Verfügbarkeit von und bis angezeigt.
Wenn Gleichbenannte Varianten in Reportings zusammenfassen aktiv ist, werden Varianten mit gleichem Namen für Manager-Reporting und PDF-Report zusammengefasst. Dabei werden Varianten-IDs gesammelt, Wahrscheinlichkeiten und Maximalwerte addiert und die Verfügbarkeitsanzeige über die gruppierten Varianten zusammengeführt. Das ist sinnvoll, wenn mehrere technische Varianten fachlich denselben Gewinn darstellen.
In der Promotion-Detailansicht gibt es die Aktion PDF öffnen. Der PDF-Report enthält die Promotion, den zugeordneten Kunden, den Erstellzeitpunkt und eine Gesamtauswertung.
Im Gesamtteil werden erste Invocation, letzte Invocation, Anzahl der Invocations, Variantenverteilung als Diagramm und eine Tabelle Anzahl pro Variante ausgegeben. Für jede Variante werden Invocations und Anteil angezeigt.
Zusätzlich erzeugt der Report Tagesseiten. Pro Tag werden wieder erste und letzte Invocation, Anzahl der Invocations, Variantenverteilung und Tabelle pro Variante ausgegeben. Außerdem enthält jede Tagesseite eine Stundenverteilung, also wie viele Invocations in welcher Stunde des Tages stattgefunden haben. Dadurch lassen sich Aktionszeiten, Stoßzeiten, Tagesverläufe und Verteilung der Gewinne genauer analysieren.
In der Bearbeitung einer bestehenden Promotion gibt es die Aktion Promotion zurücksetzen. Dabei werden alle Invocations dieser Promotion unwiderruflich gelöscht. Die Konfiguration der Promotion und Varianten bleibt erhalten.
Das Zurücksetzen ist sinnvoll vor einem echten Aktionsstart, wenn vorher Tests durchgeführt wurden. Vor dem Zurücksetzen sollte geprüft werden, ob die bisherigen Auswertungen oder PDF-Reports noch benötigt werden.
Für eine neue Promotion empfiehlt sich diese Reihenfolge: Promotion anlegen, Kunde und Namen setzen, Promotion aktivieren, QR-Code-Modus festlegen, Mitarbeiterfreigabe konfigurieren, Varianten mit Namen und Success-Komponenten anlegen, Wahrscheinlichkeiten oder manuelle Auswahl festlegen, Maximalwerte und Zeitfenster setzen, bei Bedarf das Glücksrad gestalten und anschließend im simplebis-tool testen.
Vor dem Livegang sollten QR-Code-Erkennung, Mitarbeiterzugriff, Variantenverfügbarkeit, Maximalwerte, Wahrscheinlichkeiten, Success-Komponenten, Glücksrad-Animation, Sound, Konfetti und PDF-Report geprüft werden. Test-Invocations können danach über Promotion zurücksetzen entfernt werden.