Dokumentation

Standorte

Multi-Standort-Setups, Rechte, Artikelmengen, Buchungen, Kasse und Feiertage.

Allgemein

Standorte bilden in simplebis reale oder organisatorische Orte ab. Ein Standort kann eine Filiale, ein Lager, eine Sportanlage, ein Restaurantbereich, eine Halle, ein Verkaufsstandort oder ein organisatorischer Geschäftsbereich sein.

Standorte werden nicht nur als Adresse gespeichert. Sie bündeln Geschäftsprozesse und machen Multi-Standort-Setups möglich: Eine Umgebung kann zum Beispiel mehrere Tennisanlagen mit unterschiedlichen Plätzen betreiben, mehrere Einzelhandelsfilialen mit eigenen Lagerbeständen verwalten oder Gastronomie-Standorte mit eigenen Kassen, Saalplänen, Öffnungs- und Reservierungslogiken abbilden.

Im Manager

Standorte werden im simplebis-manager über Standorte geöffnet. In der Standortbearbeitung werden Stammdaten, Adresse, Kontaktdaten, Steuernummer, USt-IdNr., Aktiv-Status und standortbezogene Einstellungen gepflegt.

Je nach aktivierten Modulen erscheinen weitere Bereiche, zum Beispiel Buchungstypen und Plätze, Buchungszeiten, Feiertage, Kasse, Kassenprofile, Kassenbenutzer, Saalpläne, Location-Server, Integrationen oder standortbezogene AGB. Dadurch ist der Standort der zentrale Ort, an dem operative Einstellungen für diesen Geschäftsbereich zusammenlaufen.

Multi-Standort-Setups

Ein Multi-Standort-Setup bedeutet, dass mehrere operative Einheiten in derselben simplebis-Umgebung verwaltet werden. Die Standorte teilen sich dabei zentrale Stammdaten wie Kunden, Artikel, Module und Benutzerverwaltung, können aber eigene operative Daten besitzen.

Beispiele:

  • Bei Buchungen kann Standort A andere Plätze, Buchungszeiten, Feiertage, Preise und Stornoregeln haben als Standort B.
  • Im Einzelhandel kann derselbe Artikel an mehreren Standorten oder Lagern unterschiedliche verfügbare Mengen haben.
  • In der Gastronomie können verschiedene Standorte eigene Kassen, Saalpläne, Reservierungszeiten und Schließtage verwenden.
  • Für Accounting Documents kann ein Standort als Standard-Absender für Buchhaltungsdokumente dienen, wenn das entsprechende Modul aktiv ist.

Rechte und Standortbegrenzung

Standorte können in der Rechteverwaltung als eigener Berechtigungs-Scope verwendet werden. In der Benutzer- und Benutzergruppenverwaltung stehen aktive Standorte als Scope Standorte zur Verfügung. Intern werden diese Scope-Einträge mit dem Prefix loc_ geführt.

Dadurch können Mitarbeiter in einer simplebis-Umgebung auf Daten eines oder mehrerer Standorte begrenzt werden. Ein Mitarbeiter kann zum Beispiel nur Buchungen, Kassen- oder Standortdaten seiner Filiale sehen und bearbeiten, während ein zentraler Admin Zugriff auf alle Standorte erhält.

Die konkrete Wirkung hängt vom jeweiligen Modul und der gepflegten Berechtigung ab. Wichtig ist: Standort-Scope und Modulberechtigung wirken zusammen. Ein Benutzer braucht also sowohl die passende fachliche Berechtigung als auch den passenden Standort-Scope, wenn ein Bereich standortbezogen eingeschränkt wird.

Adresse und Kontaktdaten

Standortadresse und Kontaktdaten werden in vielen Ausgaben und Abläufen verwendet, zum Beispiel in Buchungsinformationen, öffentlichen Ansichten, Kassenkontexten, Dokumenten, Standortlisten oder Integrationen. Gepflegt werden unter anderem Name, Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Telefon, E-Mail, Steuernummer und USt-IdNr.

Änderungen an diesen Daten sollten geprüft werden, wenn sie in Buchungsbestätigungen, Rechnungs-/Dokumentausgaben, Kassenbelegen oder öffentlichen Buchungsstrecken angezeigt werden.

Artikelmengen pro Standort

Bei Artikeln können Mengen standortbezogen gepflegt werden. Dadurch kann derselbe Artikel in verschiedenen Standorten oder Lagern unterschiedliche verfügbare Mengen besitzen. Beispiel: Ein Getränk ist in Filiale A noch 40-mal verfügbar, in Filiale B aber nur 5-mal.

In der Artikelverwaltung werden die verfügbaren Mengen pro Standort angezeigt. Über Mengen verwalten kann die Menge eines Artikels für einen Standort gebucht oder auf unendlich gesetzt werden. Diese Logik ist besonders wichtig für Lager, Kasse, Verkauf und standortbezogene Verfügbarkeit.

Buchungen und Plätze

Für Buchungen verwalten Standorte die buchbaren Ressourcen des jeweiligen Buchungstyps. Ein Standort kann zum Beispiel Tennisplätze, Padel-Courts, Räume, Tische oder andere buchbare Einheiten besitzen.

In Standorte > [Standort] befindet sich je nach Umgebung ein Bereich für den jeweiligen Buchungstyp. Dort können neue Plätze hinzugefügt oder vorhandene Plätze bearbeitet werden. Pro Platz werden unter anderem Name, Preis pro Stunde, Platzgruppierung, Preisregeln, Stornoregeln, Hinweistext, Vorauswahl im Buchungsprozess, App-Bild und Aktiv-Status gepflegt.

Unterschiedliche Standorte können dadurch unterschiedliche Plätze, unterschiedliche Preise und unterschiedliche Stornobedingungen besitzen, obwohl sie denselben Buchungstyp verwenden.

Buchungszeiten

Buchungszeiten werden ebenfalls am Standort gespeichert. Unter Standorte > [Standort] > Buchungszeiten wird festgelegt, welche Zeitlogik für Buchungen gelten soll.

Es gibt Minuten-Schritte wie 15, 30, 45, 60, 75 oder 90 Minuten sowie benutzerdefinierte Buchungsslots. Benutzerdefinierte Slots besitzen eine Von-/Bis-Zeit, aktivierte Wochentage und optional eine Highlight-Markierung. Diese Einstellungen beeinflussen, welche Start- und Endzeiten Kunden oder Mitarbeiter bei neuen Buchungen auswählen können.

Feiertage konfigurieren

Feiertage werden am Standort unter Standorte > [Standort] > Feiertage konfiguriert. Die Seite besteht aus vordefinierten Feiertagen und manuellen Feiertagen.

Bei vordefinierten Feiertagen kann jeder Feiertag für den Standort aktiviert oder deaktiviert werden. Ist ein Feiertag aktiv, kann zusätzlich Standort geschlossen gesetzt werden. Dann gilt dieser Feiertag nicht nur als Feiertag, sondern als Schließtag des Standorts.

Manuelle Feiertage werden mit Titel und Datum angelegt. Zusätzlich kann Standort an diesem Feiertag geschlossen gesetzt werden. Dadurch lassen sich eigene Schließtage, lokale Feiertage, Betriebsferien, Sondertage oder standortspezifische Ruhetage abbilden.

Auswirkung von Feiertagen

Feiertage wirken sich auf mehrere Bereiche aus. In Buchungs- und Reservierungsfunktionen können Feiertage für Preis- und Stornoregeln verwendet werden, zum Beispiel über die Bedingung An Feiertagen. Bei Saalplan-Reservierungen werden Standort-Feiertage ebenfalls ausgewertet: Ist der Standort an einem Feiertag geschlossen, werden Reservierungen für diesen Tag deaktiviert beziehungsweise keine Reservierungsslots angeboten.

Für Reservierungszeiten können Feiertage auch als eigener Tagestyp verwendet werden. Dadurch kann ein Standort an Feiertagen andere Slots anbieten als an normalen Wochentagen.

Auch Mitarbeiterfunktionen berücksichtigen Feiertagslogik, zum Beispiel bei Auswertungen von Arbeits- oder Urlaubstagen und bei halben gesetzlichen Feiertagen. Standortbezogene Feiertage sind deshalb nicht nur ein Kalenderhinweis, sondern Teil operativer Regeln.

Kasse, Gastronomie und Saalpläne

In Kassen- und Gastronomie-Setups dient der Standort als organisatorischer Rahmen für Kassen, Kassenprofile, Kassenbenutzer, Saalpläne, Location-Server und standortbezogene Abläufe. Eine Kasse wird für einen Standort eingerichtet und arbeitet dadurch im Kontext dieses Standorts.

Für Gastronomie oder Reservierungen können Saalpläne und Tischreservierungen standortbezogen gepflegt werden. So kann ein Restaurant mehrere Standorte oder Bereiche mit unterschiedlichen Plänen, Reservierungszeiten und Schließregeln verwalten.

Empfehlung

Standorte sollten sauber benannt und nur deaktiviert werden, wenn sie operativ nicht mehr genutzt werden. Vor dem Deaktivieren sollten offene Buchungen, aktive Plätze, Kassen, Artikelmengen, Saalpläne, Dokumente und Benutzerrechte geprüft werden.

Nach Änderungen an Feiertagen, Buchungszeiten, Preisregeln oder Standortrechten sollte ein kompletter Test durchgeführt werden: Benutzer mit Standortbegrenzung anmelden, Preis testen, Buchung oder Reservierung ausführen, Kasse beziehungsweise Lagerbestand prüfen und bei geschlossenen Feiertagen sicherstellen, dass keine unerwünschten Slots angeboten werden.